Was lange währt, währt endlich gut?


Mein erster Laptop. Und wenn, dann gleich richtig. Seit Dezember kann ich einen 16 Zoll Apple MacBook Pro mit (fast) maximaler Ausstattung mein Eigen nennen. Als mein neues Arbeitsgerät habe ich hier gleich mal aus dem Vollen geschöpft. M3 Max Prozessor (höchste Stufe), 64 GB Arbeitsspeicher (ja eine Stufe mehr wäre noch gegangen) und dank ordentlicher Preiserhöhung "nur" 2 TB Speicher. Beim Vorgängermodell mit M2 Max Chip wären für denselben Preis noch 4 TB Speicher drin gewesen. Aber wenn ich mir schon ein neues Apple Gerät kaufe, dann immer das neuste Modell und in der (wenn möglich) höchsten Ausbaustufe. Beim MacBook Pro wären hier noch 2 Stufen drin gewesen, aber das hätte den Gerätepreis von 5,500€ auf über 8.500€ ansteigen lassen. Und irgendwo ist dann auch mal gut.


Leistung haben wir auch so genug, soviel kann ich schon einmal verraten (sollte man bei dem Preis aber auch erwarten können). Der erste Apple Rechner war ein 27 Zoll iMac mit Retina Display von 2015. Den Rechner hatte ich auch bis zuletzt noch bei mir stehen, er war also 8 Jahre bei mir im Einsatz. Auch der iMac war damals komplette Vollausstattung, bis auf eine Stufe beim Speicher. Wobei ich die letzten 2,5 Jahre nur noch von einem iPad Pro gearbeitet habe. Beim iPad konnte ich mir dann sogar den maximalen Speicher (2 TB) leisten, welcher auch nötig war. Ein iPad Pro macht für Fotografen tatsächlich einen ziemlich guten Job. Gerade die Bearbeitung mit dem Stift ist sehr angenehm. Bei Vorstellung meines iPad Pros wurde noch groß angekündigt, dass Photoshop in vollem Funktionsumfang aufs iPad kommt. Die neuen Apple M Prozessoren machen es möglich. Leider kam Photoshop nicht nur später, sondern war auch noch extrem eingeschränkt vom Funktionsumfang. Zum Glück gibt es mit der Affinity Suite sehr gute Alternativen, die beweisen, dass man durchaus Desktop Anwendungen in vollem Umfang aufs iPad bringen kann. Adobe hat sich hier scheinbar maßlos verrannt und den Entwicklungsaufwand massiv unterschätzt. Schade.

Die zweite Enttäuschung war dann Final Cut Pro X. Auch die Anwendung hat es schließlich aufs iPad geschafft, war aber ebenfalls deutlich beschnitten im Vergleich zur Desktopvariante. Neue AI Funktionen, die in Lightroom und Photoshop auf dem Desktop Einzug gehalten haben, waren letzten Endes der Grund, warum ich auf einen Laptop umsteigen musste. Eine Desktopvariante kommt für mich nicht mehr in Frage, da ich es hasse am Schreibtisch meine Arbeit zu machen. Auf der Couch arbeitet es sich einfach viel entspannter.

Die AI Funktionen in Lightroom waren im übrigen auch der Grund für die Investition in einen potenten Rechner. Das MacBook Pro von 2020, welches ich in meinem Job als Content-Manager nutze, braucht hier seine Zeit. Und wenn man bedenkt, dass wir was das AI Thema erst am Anfang stehen will ich eine Zukunftssichere Maschine haben, die auch noch in 2-3 Jahren mit neuen Features klarkommt. Von dem Effizienzgewinn dank der schnellen Bearbeitung und render Zeit mal ganz zu schweigen.

Also kommen wir endlich zum MacBook Pro selbst. Meins musste natürlich Space Black werden. Das Gerät wirkt nun wie aus einem Guss, da sich die schwarze Tastatur nicht mehr vom silbernen Gehäuse abhebt. Fingerabdrücke sind auch kein allzu großes Problem, da Apple hier eine spezielle Beschichtung verwendet, die Abdrücke deutlich minimiert. Viele Reviews auf YouTube monieren, dass man den Staub mehr sieht. Finde ich ganz und gar nicht. Auch auf dem silbernen MBP auf der Arbeit sehe ich den Staub auch sehr deutlich. Und Staub ist Staub, ob man auf Schwarz jetzt 3 Prozent mehr Staubkörner wahrnehmen kann juckt mich nicht die Bohne. Entweder man ist pingelig und reinigt die Geräte ständig, was dann auch für Silber gilt oder man ist schmerzbefreit.